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10.12.2015 15:46 Alter: 2 yrs
Kategorie: Aktuelles

Bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand kommt es auf Minuten an

Höhepunkt vieler Touristen oder auch Ausflügler hier in Köln ist der Aufstieg im Kölner Dom. Da man dort ordentlich aus der Puste kommt, unterschätzen viele die Belastung für das Herz-Kreislauf-System. Um auf den Ernstfall vorbereitet zu sein, übergaben Konrad Adenauer, Vorsitzender des Fördervereins Herzzentrum Köln e.V., und Projektleiter Prof. Dr. med. Hannes Reuter Dompropst Gerd Bachner nun einen Defibrillator für den Südturm.


Von links: Projektleiter Prof. Hannes Reuter, Herzzentrum Köln; Dompropst Gerd Bachner, Konrad Adenauer, Vorsitzenden des Fördervereineins Herzzentrum Köln e.V.

Plötzlicher Herztod bei der Dombesteigung? Damit dann auch Laien schnellstmöglich handeln und helfen können, ist am Mittwoch, dem 9.12.2015, in 70 Metern Höhe des Südturms, ein Defibrillator im Rahmen des Projektes defiköln installiert worden, getragen als Projekt des  Fördervereins Herzzentrum Köln e.V.

„Besonders ältere und unsportliche Besucher unterschätzen oft die Anstrengung des Aufstiegs, bei dem 500 Stufen zu bewältigen sind“, sagte Prof.  Hannes Reuter, Oberarzt am Herzzentrum der Uniklinik und Projektleiter von defiköln. „Bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand kommt es entscheidend auf schnelle erste Hilfe an, die für Rettungskräfte schwer zu leisten ist, weil sie die vielen Stufen hinaufmüssen.“ Jährlich gebe es bis zu zehn Noteinsätze im Südturm, berichtete Dompropst Gerd Bachner.

Gespendet hat das Gerät,  das für jeden dank akustischer Signale und Anweisungen  kinderleicht zu bedienen ist, der Verein der Freunde und Förderer des Herzzentrums. Dessen Vorsitzender Konrad Adenauer war es wichtig, bei der Installation dabei zu sein.

Die breite Reaktion der Presse, Berichte im Radio und in der aktuellen Stunde des WDR zeigen, dass sich das Interesse der Öffentlichkeit für den Einsatz von Laiendefibrillatoren geändert hat. „Man kann nichts falsch machen, außer nichts zu tun!“  So lautet die Botschaft, immer mehr Menschen und auch schon Schüler erlernen den Umgang mit Defibrillatoren.

Wichtig ist, das Bewusstsein für diese Möglichkeiten des Helfens zu schärfen, so Dompropst Gerd Bachner.

Seit Anfang 2009 gibt es im Stadtgebiet ein flächendeckendes Netz von Defibrillatoren, z.B. in städtischen Ämtern und Museen,  am Flughafen und in allen Kölner Filialen der Sparkasse KölnBonn.Helfen kann wirklich jeder: Zuerst kurz prüfen, ob der Betroffene Ansprechbar ist und normal atmet. Falls nicht, den Notruf unter 112 absetzen und sofort mit der Herzdruckmassage beginnen: Auf die Mitte des Brustkorbs wird schnell und feste gedrückt. Zusätzlich schnellstmöglich einen Defi holen lassen und benutzen, die automatischen Sprachansagen machen die Bedienung kinderleicht. Eine genaue Anleitung finden Sie hier.

Weiterführende Infos rund um die Installation des Defis für den Südturm finden Sie hier:

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